Internationales

Der Eifelverein ist auf deutscher Seite Träger der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA), dem seit 1955 Belgien, Frankreich (bis 1998), Luxemburg und Deutschland angehören. Von 1983 bis 1993 organisierte der Eifelverein die Euregio-Sternwanderung am Dreiländerpunkt Vaals, dem Berührungspunkt von Belgien, den Niederlanden und Deutschland.

EVEA-Kurzporträt

EVEA

Seit Mitte der 50er Jahre treffen sich alljährlich auf Initiative der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA) Hunderte von Bürgern aus dem Raum zwischen Charleville und Koblenz, Lüttich und Trier, Köln und Namur, um ein Bekenntnis zu erneuern: Eifel und Ardennen sind eine Einheit, die willkürlich gezogene Staatsgrenzen überspringt. Dieses Credo wird immer wieder auf den Jahreskongressen der EVEA in den Ländern Belgien, Deutschland und Luxemburg (Frankreich bis 1998) der Öffentlichkeit vorgetragen und eindrucksvoll mittels der Aktionsprogramme für Jugend- und Sportbegegnungen, Natur- und Umweltschutz, Kulturpflege und Tourismusförderung untermauert.

Im Jahre 1955 wurde in Brüssel der Grundstein für die EVEA gelegt und schon ein Jahr später erarbeitete eine 60 köpfige Delegation der jungen Vereinigung aus den vier Ländern im „Geist von Kronenburg“ das Programm der EVEA:
"Zentrales Anliegen ist es, die Begegnungen der Menschen in einem Europa der Regionen zu fördern. Dies soll erreicht werden in den im jährlichen Wechsel stattfindenden Kongressen und vielfältigen Veranstaltungen der EVEA-Ausschüsse. Mit Hilfe ausgewählter Aktionen dieser Kommissionen, wie z.B. der Durchführung von internationalen Jugendbegegnungen oder sportlichen Wettkämpfen, soll ein Stück Europa erlebbar gemacht und damit gleichzeitig für die hohe Lebensqualität im Eifel-Ardennen-Raum, dem „Grünen Herzen“ Europas, geworben werden".
Der erste EVEA-Kongress fand noch im selben Jahr in Clerf vom 8.-16. Sept. 1956 statt. Seitdem tagte die Vereinigung über 50-mal.
Die Kongresse wurden von Jahr zu Jahr immer mehr zum lebendigen Beweis für die Einheit des Landes zwischen Rhein und Maas, die sich weder durch Grenzen noch durch Sprachen aufhalten läßt auf dem Wege zu einem gemeinsamen Europa.
In diesem Sinne sind eine Vielzahl an Aktionen von der EVEA realisiert und in Gang gesetzt worden, so z.B.
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der seit 1957 ins Leben gerufene internationale Jugendaustausch mit Ferienfreizeiten, Vorlesewettbewerben, musikalischen Veranstaltungen, Computercamps etc.
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die Einrichtung des internationalen Rundwanderweges Eifel-Ardennen duch die Länder Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg mit einer Gesamtlänge von rd. 770 km.
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die Installation des Internationalen Weitwanderweges (IWW) Maas-Rhein von Monthermé (F) durch Belgien, Luxemburg und Deutschland bis Andernach in einer Gesamtlänge von rd. 600 km.
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die Ausweisung der „Grünen Straße Eifel-Ardennen“ von Rethel (F) bis nach Sinzig (D). Diese Ferienstraße führt den Autowanderer auf 500 km Länge durch die schönsten Teile des „Grünen Herzens“.
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Gründung einer Künstlergemeinschaft innerhalb der EVEA im Jahre 1957, die Europäische Vereinigung Bildender Künstler (EVBK), welche seitdem jährlich eine vielbeachtete Kunstausstellung in Prüm gemeinsam mit der Stadtverwaltung ausrichtet.
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regelmäßig stattfindende internationale Sportwettkämpfe von Fußball über Tennis und Handball bis zu Schach unter Federführung der EVEA-Sportkommission.
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Initiative zur Gründung des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks im Jahre 1958 und zwei Jahre später „Geburtshelfer“ bei der Gründung des Deutsch-Belgischen Naturparks.
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Förderung von internationalen Städtepartnerschaften.
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Errichtung des Europa-Mahnmals im Jahre 1977 am Dreiländereck Belgien – Deutschland – Luxemburg in Ouren-Lieler als Symbol des vereinten Europas.

Auch in Zukunft wird sich die EVEA als „Anwältin der Eifel-Ardennen-Region“ für das Wohl der hier lebenden Menschen einsetzen und ihren bescheidenden Beitrag zur Schaffung eines europäischen Lebensgefühls leisten. Eine Anerkennung seitens der Europäischen Union erfolgte im Jahre 1996 durch die Verleihung der Ehrenmedaille des Europäischen Parlaments an die EVEA.

 


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