Resolutionen

Seit seiner Gründung im Jahre 1888 setzt sich der Eifelverein für die Belange der Eifelbevölkerung ein. Dabei ist er immer wieder gefordert, die satzungsgemäßen Ziele der Wirtschaftsförderung mit denen des Natur- und Landschaftsschutzes in Einklang zu bringen. Umfangreiche Abwägungsprozesse zwischen ökonomischen und ökologischen Erfordernissen sind somit erforderlich, um letztlich in Form von Resolutionen als Fürsprecher der Eifel agieren zu können.

Burg Vogelsang

Besucherzentrum des Nationalparks und Sicherung der Bausubstanz
Besorgt über die Zukunft der Ordensburg Vogelsang sind die Kulturwarte des Eifelvereins.  Nach ihrer Ansicht ist die Ordensburg eine einmalige Chance, den Nationalpark Eifel den Besuchern mit all seinen Schönheiten zu präsentieren und mit dem Panoramablick von dort über den Urftsee, den Kermeter und die Eifelhöhen hinweg zum wiederholten Besuch einzuladen. Daher ist die sofortige Einrichtung eines Besucherzentrums des Nationalparks Eifel dort nach Rückgabe des Geländes durch die Belgier für den Eifelverein zwingend geboten.

Der Eifelverein ist seit seiner Gründung 1888 als traditioneller Sachwalter des Kulturerbes und des Denkmalschutzes in der Eifel tätig. Daher ist für ihn die Erhaltung der Gesamtanlage in ihrer baulichen Gestalt aus der Nazi-Zeit zusammen mit den unter Denkmalschutz stehenden Ergänzungen aus den 50er Jahren unverzichtbar. Das Ensemble stellt für den Eifelverein ein Dokument der Zeitgeschichte dar und macht den Größenwahn und die ideologische Verbohrtheit des NS-Regimes auch für künftige Generationen nachvollziehbar und erlebbar.

Am 31.12.2005 wird die Belgische Armee den Truppenübungsplatz und die Unterkünfte endgültig räumen. Damit wird die Ordensburg wieder voll in der Verfügungsgewalt der Bundesregierung liegen. Aber wenige Monate vor diesem Tag X herrscht immer noch keine Klarheit, wie die Anlage in den Nationalpark eingebettet werden kann und welche Gebäude künftig für welche Zwecke genutzt werden sollen. Und ungelöst ist weiter die Kernfrage, von wem die Umnutzung der Ordensburg zugunsten des Nationalparks überhaupt finanziert wird.

Daher fordert der Eifelverein von der Bundesregierung als Eigentümerin als Sofortmaßnahme, die Gesamtanlage bis zu einer endgültigen Entscheidung über die zukünftigen Nutzungen in ihrer Substanz nachhaltig zu sichern. Hier ist der dringendste Handlungsbedarf, da mit den übrigen Zivilangestellten auch allen Spezialisten, die das veraltete und unübersichtliche Ver- und Entsorgungssystem der Ordensburg kennen, von den Belgiern zum Jahresende gekündigt worden ist. Wenn die Weiterbeschäftigung dieser Spezialisten ab dem 1. Januar 2006 nicht umgehend sichergestellt wird, würde mit ihrem endgültigen Weggang das gesamte Know – How für den Betrieb verloren gehen.

Oktober 2004

 


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