Resolutionen

Seit seiner Gründung im Jahre 1888 setzt sich der Eifelverein für die Belange der Eifelbevölkerung ein. Dabei ist er immer wieder gefordert, die satzungsgemäßen Ziele der Wirtschaftsförderung mit denen des Natur- und Landschaftsschutzes in Einklang zu bringen. Umfangreiche Abwägungsprozesse zwischen ökonomischen und ökologischen Erfordernissen sind somit erforderlich, um letztlich in Form von Resolutionen als Fürsprecher der Eifel agieren zu können.

Eifelautobahn A1

Weiterbau der Eifel-Autobahn A 1 (Kurzfassung)
Die Eifel-Autobahn A 1 muss schnellstmöglich fertiggestellt werden. Darin ist sich der Eifelverein mit den Industrie- und Handwerkskammern der Region, aber auch mit den in der Aktionsgemeinschaft Pro A 1 zusammengeschlossenen Städten und Ge-meinden entlang der geplanten Trasse einig. Denn die Eifel-Autobahn bietet der Eifel und ihren Bewohnern viele neue Chancen. Wirtschaft und Tourismus werden von ihr profitieren.
Als ersten Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung der Eifel-Autobahn und als Beweis da-für, dass endlich Taten den vielen Versprechungen der Politiker folgen, verlangt der Ei-felverein von der rheinland-pfälzischen Landesregierung den umgehenden Weiterbau der Eifel-Autobahn A 1 zwischen Daun/Rengen und der Anschlussstelle Kelberg. Obwohl schon seit dem 15. Mai 1997 alle rechtlichen Voraussetzungen für dieses 5,4 km lange Teilstück der geplanten Eifel-Autobahn geschaffen sind und eine baureife Planung vor-liegt, steht bis heute kein Cent zu dessen Verwirklichung bereit.
Der baureif geplante Abschnitt zwischen Daun und Kelberg könnte morgen vom Landesbetrieb Straßen und Verkehr ausgeschrieben werden. Er hätte einen hohen Verkehrswert, da über die B 410 Neu einerseits Gerolstein und der dortige Brunnen-betrieb, andererseits über Kelberg der Nürburgring angeschlossen werden könnte und viele Orte damit vom Durchgangsverkehr entlastet würden.
Der Eifelverein befürchtet schon bei diesem ersten Schritt zur Eifel-Autobahn aber aktuell weitere Verzögerungen und damit eine erneute Benachteiligung der Eifel: Wegen des Maut-Desasters fehlen die zur Finanzierung der Verkehrsbauten einge-planten Einnahmen im Bundeshaushalt. Monatlich fehlen fest eingeplante Einnah-men von 156 Mio. €. Folgerichtig hat der Haushaltsausschuss des Bundestages vor-läufig 530 Mio. € Ausgaben für den Straßenbau gesperrt. Wann die Sperre aufgeho-ben werden kann, weiß niemand, da der Start der Maut-Erhebung weiter völlig un-gewiss ist. Sprecher der Verkehrsministerien in Rheinland-Pfalz wie in Nordrhein-Westfalen haben daher schon zu erkennen gegeben, dass sich der Beginn von neu-en Baumaßnahmen mangels Einnahmen um den gleichen Zeitraum verzögern könne und auch laufende Maßnahmen zeitlich gestreckt werden müssten. Der Eifelverein fordert, dass für die Finanzierung der Eifel-Autobahn eine Lösung gefunden wird, die in jedem Fall einen sofortigen Weiterbau sicherstellt.
Neben dem sofortigen Baubeginn für den baureifen Teilabschnitt Daun – Kelberg ist nach Ansicht des Eifelvereins jetzt ein zügiger Abschluss der immer noch fehlenden Planfeststellungsverfahren für die übrigen Abschnitte zwischen Kelberg und Tondorf dringend geboten. Denn sonst drohen nach Ansicht des Eifelvereins weitere Verzö-gerungen beim Lückenschluss der Eifel-Autobahn.
Beschluss des Hauptvorstandes vom 2.12.2003

Eifelautobahn A1 [PDF, 215 KB]

 


zurück